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Fehler beim Schleienangeln vermeidest du mit der richtigen Taktik. [Bildquelle: © René Schulze]

Fehler beim Schleienangeln

Die 5 häufigsten Fehler beim Schleienangeln

Und 33 Tipps, wie du sie vermeidest

Das erfolgreiche Schleienangeln ist nicht einfach. Wenn du taktische Fehler machst, wird es bei Zufallsfängen bleiben. Ich zeige dir in diesem Bericht, welche 5 Fehler am häufigsten passieren und gebe dir 33 Tipps, wie du sie vermeidest und es richtig machst.

Fehler 1: Du wählst das falsche Gewässer.

Schleien kommen mit Ausnahme schnell fließender Flüsse und Gebirgsbäche in den meisten heimischen Gewässern vor. Wenn du allerdings gezielt Schleien angeln möchtest, sollte in deinem Zielgewässer auch eine genügend große Anzahl vorkommen. Weil die gelbgrünen Schönheiten recht launische Fische sind, ist es selbst dann noch schwierig, Tinca tinca (wissenschaftliche Bezeichnung der Schleie) an den Haken zu bekommen.

In der Systematik der Fischereigewässer gibt es den typischen Hecht-Schlei-See nach Dr. G. Bauch, der auch noch einmal in verschiedene Typen untergliedert wird. Viele dieser Typen weisen einen guten Pflanzenbewuchs auf, den Hechte und Schleien gleichermaßen mögen.

Hecht-Schlei-See
Schleien lieben Gewässer mit viel Pflanzenwuchs (Hecht-Schlei-See). [Bildquelle: © René Schulze]

Weil Schleien selbst sommerlichen Sauerstoffmangel recht gut verkraften können, kommen sie auch in kleinen Gewässern vor, die scheinbar wenige Angelfische vermuten lassen. Das können kleine Tümpel und Dorfteiche sein, aber auch schmale Gräben mit Schilf und Rohrbewuchs. Besonders große Exemplare wirst du dort wahrscheinlich nicht fangen, aber mittlere Schleien mit 30 – 40 cm Länge sind durchaus häufig.

Schleien fangen in kleinen Gewässern
Auch in kleinen und unscheinbaren Gewässern kannst du Schleien fangen. [Bildquelle: © René Schulze]

Um das richtige Gewässer zum Schleienangeln zu finden, sind folgende Anhaltspunkte hilfreich:

  • Frage in deinem Angelladen nach, welche Gewässer erfolgversprechend sind.
  • Suche nach Gewässern mit reichlich Pflanzenwuchs (Kraut, Seerosen, Schilf, Rohr).
  • Beachte auch kleine und unscheinbare Gewässer.
  • Angle in Gewässern, in denen du schon einmal (zufällig) Schleien gefangen hast.

Fehler 2: Du angelst an der falschen Stelle auf Schleien.

Um nun die richtige Stelle zum Schleienangeln in einem ausgesuchten Gewässer zu wählen, ist es hilfreich, die Gewohnheiten unseres Zielfisches genau zu kennen.

Schon ihr unverwechselbares Aussehen lässt auf ihre bevorzugten Standorte schließen: Wasserpflanzen. Sowohl in Krautbänken, Seerosenfeldern oder Schilf- und Rohrgürteln ist sie mit ihrer grün-gelben Farbe bestens getarnt. Ihre dicke Schleimschicht bietet zudem einen besonderen Schutz im Unterwasserurwald.

Dort findet sie besonders in der wärmeren Jahreszeit genügend Insekten, Larven und sonstige Kleinstlebewesen, die ebenfalls im Schutz der Wasserpflanzen leben und auch regelmäßig von oben ins Wasser fallen. Aus diesem Grund sind auch Uferbereiche, die unter Bäumen stehen Schleien-Hot-Spots.

Auch wenn es technisch schwierig ist, gehören diese Pflanzenbestände zu deinen Top-Angelstellen beim Schleienangeln.

Im Internet oder in Angelbüchern wird oft von „Schleien-Straßen“ gesprochen. Dabei handelt es um „Unterwasserwege“, entlang derer unser Tincas immer wieder entlang schwimmen, weshalb du dort angeln solltest. Aus meiner Erfahrung heraus tust du gut daran, diese Schleien-Straßen allerdings nicht ganz so wörtlich zu nehmen.

Fakt ist, dass Tincas ihre Umgebung sehr gut kennen und sich unter Wasser an besonderen Punkten orientieren. Das können wie oben bereits erwähnt Wasserpflanzenfelder sein, aber auch versunkene Bäume oder andere Hindernisse. Sie ziehen auch gerne dicht entlang des Ufers, wo sie ebenfalls reichlich Nahrung finden.

Besonders hervorheben möchte ich allerdings Kanten, die von flacheren in tiefere Bereich führen. Schleien scheinen diese Bereiche zu lieben, was ich bereits in meinen Kindheitsjahren lernen konnte. An einem nahe gelegenen Tagebau mit glasklarem Wasser beobachtete ich sehr oft einzelne Schleien, die genau an dieser Kante, die den Übergang vom Flachwasser in tiefere Bereiche markierte, entlang schwammen.

Bevor du deine Angeltour startest, solltest du in deinem Zielgewässer diese besonderen Angelstellen suchen. Besonders hilfreich ist es dabei, wenn du nach aufsteigenden Bläschen Ausschau hältst, denn diese könnten ein Zeichen für gründelnde Schleien sein. Karpfen machen sich auf ähnliche Weise bemerkbar, aber Schleien-Bläschen sind kleiner und feiner. Merke dir diese Bereiche, denn dort gehen unseren „gelbgrünen Rotaugen“ wahrscheinlich häufig auf Nahrungssuche.

Alle diese Tipps gelten hauptsächlich in der warmen Jahreszeit. Im Winter suchen die Schleien tiefere und wärmere Gewässerbereiche auf. Weil sie ihre sommerlichen Verstecke aufgeben müssen, suchen sie jetzt besonders die Nähe zu anderen Fischen. Im Winter Schleien zu angeln halte ich für wenig lohnenswert, denn sie stellen ihre Nahrungsaufnahme (vor allem in stehenden Gewässern) fast komplett ein (siehe meinen Bericht zum Winterangeln).

Um so lohnenswerter ist das Schleienangeln im Frühjahr, denn unser Zielfisch nimmt nach den Wintermonaten besonders gern Nahrung auf. Dabei ziehen die Fische allmählich wieder in Richtung Ufer. Durch gezieltes Beobachten der Gewässeroberfläche an windstillen Tagen kannst du auch jetzt wichtige Anhaltspunkte zum Aufenthalt der Schleien finden.

In einem meiner Hausgewässer habe ich im Frühjahr schon oft gründelnde Fische anhand der Bläschen entdeckt. Interessanterweise lagen die tieferen Winterstandorte am entgegengesetzten Ende des Sees. Die Fische ziehen also möglicherweise nach dem Winter einmal durch den See, um am anderen Ende Nahrung zu suchen.

Eine gute Fangzeit für Schleien ist das Frühjahr.
Das Frühjahr ist eine gute Fangzeit für die Schleie. Flache und warme Buchten bieten gute Chancen. [Bildquelle: © René Schulze]

Eine plausible Erklärung dafür wäre die Verknappung des Nahrungsangebotes am Winterstandort und demnach ein gutes Angebot am gegenüberliegenden Uferbereich. Diese Zone ist auch von der Sonne stark beleuchtet, was das aufkommende Nahrungsangebot fördert. Generell sind sonnige Bereiche in unmittelbarer Nähe von Pflanzenbeständen ein lohnenswerter Angelplatz auf Schleien.

Bereits als Kind habe ich in unserem Dorfteich erfolgreich Schleien geangelt. Dieser Teich war im Sommer manchmal komplett mit Kraut zugewachsen. An einem sonnigen Tag beobachtete ich in kleinen Pflanzenlücken viele Schleien, die nahe der Oberfläche scheinbar die Wärme genossen. An diesem Tag fing ich meinen bisherigen Rekord mit 13 Exemplaren. Ich warf einfach eine Angel mit Wurm bestückt direkt vor die Nase der Fische, die dann ohne Zögern nach dem Köder schnappten. Dabei konnte ich den Anhieb direkt nach Sicht setzen.

Fehler 3: Du willst die Schleie anfüttern, nimmst aber das falsche Futter.

Als begeisterter Stipper habe ich während des Angelns mit meiner Kopfrute nur selten Schleien gefangen, wenn ich es eigentlich auf Rotaugen und Brassen abgesehen hatte. Die Ursache liegt ganz klar im Futter. Fakt ist allerdings, dass du die Schleie anfüttern musst.

Mit einem gewöhnlichen Angelfutter und kleinen Lebendködern drin lockst du allerdings unzählige Weißfische an. Ein derartiges Getümmel mögen die Schleien nicht. Sie sind am Futterplatz auch nicht ganz so dominant wie andere Großfische (z.B. Karpfen und Brassen) und verscheuchen die Kleinfische nicht wirklich. Willst du gezielt die Schleie anfüttern habe ich mit folgenden Maßnahmen die besten Erfahrungen gemacht:

Im zeitigen Frühjahr füttere ich die Schleien mit kleineren tierischen Ködern an (TOTE Maden und Pinkies sowie ein paar Wurmstückchen). Diese transportiere ich in purer Erde, die mit etwas flüssigem Wurmlockstoff zur Geruchsverstärkung getränkt ist, zum Futterplatz.

Schleie anfüttern mit losen Maden
Nach dem Anfüttern mit losen toten Maden konnte ich diese Schleie überlisten. [Bildquelle: © René Schulze]

Ab Mai nutze ich zum Schleien anfüttern dann das volle Programm an Futtermitteln. Als Grundfutter verwende ich entweder eines auf Proteinbasis (Fischmehl, Muschel, Krill, Blutmehl usw.) oder ein fruchtiges. Beide mische ich wieder mit Erde oder Lehm. Ich habe mit beiden Geruchsrichtungen gut gefangen, tendiere aber zum proteinhaltigen Mix. Der Geruch darf dann auch schon mal etwas intensiver sein.

Richtiges Anfüttern der Schleie durch proteinhaltiges Futter
Die Schleie musst du anfüttern. Proteinhaltige und geruchsintensive Futtermischungen sind besonders erfolgreich. [Bildquelle: © René Schulze]

Wenn du dein Futter nicht selber mischen möchtest, kannst du im Handel auch spezielles Schleien-Futter kaufen. Mein örtlicher Händler führt beispielsweise ein Futter von Browning, welches auf Fischmehlbasis aufgebaut ist und zusätzlich eine süßliche Note enthält (siehe Foto). Letztere lockt auch Brassen und Karpfen an, was ich bestätigen kann.

Als Zugabe zum Futter eignen sich folgende Köder:

  • Hanfkörner (Dosenhanf)
  • Pellets
  • Mais
  • tote Maden
  • Caster
  • Wurmstücke
  • kleine Boilies

Es gibt noch weitaus mehr und du kannst beim Schleienangeln und anfüttern so ziemlich alle Köder verwenden. Die oben genannten gibt es allerdings in jedem vernünftigen Angelladen oder du kannst sie selbst herstellen.

Ich achte bei meiner Auswahl an Futter zum Schleien anfüttern auch immer auf mein Angelgewässer und den übrigen Fischbestand. Sind beispielsweise viele Barsche am Start, dann sind Wurmstücke tödlich. Mais, Caster, Pellets und Boilies wären dann eine vernünftige Alternative.

Es wäre bei der Mischung des Futters aber nicht sinnvoll, alle genannte Zutaten gleichzeitig zu verwenden. Du willst die Schleie anfüttern und angeln, aber nicht zu einem Luxus-Dinner einladen. Wenn Tinca Tinca zu viel Auswahl an Ködern hat, wird sie, wie der Name schon sagt, wählerisch. Wenn du dann nämlich den falschen Hakenköder verwendest, wird sie sich am Grund satt fressen und du gehst leer aus. Schränke ihre Auswahl ein und du wirst bessere Resultate erzielen.

Hat die Schleie genug Zeit zum Fressen, weil keine oder wenig Konkurrenz unterwegs ist, dann ist sie meist noch vorsichtiger. Sie frisst etwas und schwimmt zunächst davon, um kurze Zeit später wiederzukommen. Ich konnte dieses Verhalten anhand der Bläschen schon beobachten. Kurz vor meiner Pose stiegen Bläschen auf, aber ich bekam keinen Biss. Dann passierte nichts mehr. Nach ein paar Minuten waren die Bläschen dann wieder da.

Deshalb gehe ich wie folgt vor:

Ich nutze als Futterzugabe in jedem Fall Hanfkörner (locken an, werden aber von der Schleie kaum gefressen) und dazu 2 weitere der genannten Köder. Am Haken verwende ich dann auch diese beiden Köder oder Variationen daraus. Wenn die Schleien in Fresslaune sind, dann fange ich damit fast immer Fische. Wenn es schlecht läuft, dann probiere ich manchmal noch einen besonders auffälligen Hakenköder, z.B. ein rotes Maiskorn oder einen farbigen Pop-Up-Köder. Aber dazu mehr im Kapitel 4.

Auf jeden Fall solltest du nicht zu viel Köder ins Futter geben, denn die Schleien sollen ja schließlich auch deinen Hakenköder finden.

Zur Startfütterung selbst werfe ich einige wenige kleine Bälle Grundfutter mit Ködern an meine Angelstelle. Dabei verwende ich aber nur so viel Futter, wie ich zum Transport der Köder zum Grund benötige. Je größer der Erdanteil, desto besser (Kleinfische!). Wenn ein nochmaliges und späteres Anfüttern notwendig ist, erfolgt dieses nur noch mit einzelnen losen Ködern. Ein lautstarkes Klatschen eines einfallenden Futterballs würde nämlich bereits vorhandene Schleien mit großer Sicherheit verscheuchen. Um trotzdem etwas Aroma an den Angelplatz zu bringen, kannst du auch deine losen Köder aromatisieren.

Alle genannten Methoden zum Schleien anfüttern wirken noch besser, wenn du die Möglichkeit hast, deine Angelstelle schon ein paar Tage vorher mit Futter zu versorgen. Eine tägliche kleine Portion ist dabei besser als eine einmalige große Menge.

Fehler 4: Du präsentierst den Köder für die Schleie falsch.

Schleien sind im allgemeinen allein oder in kleinen Schwärmen unterwegs. Das bedeutet für die Nahrungsaufnahme, dass sie wenig eigene Konkurrenz und Futterneid erdulden müssen. Demzufolge haben sie meist genug Zeit, die Köder zu inspizieren. Dabei schlürfen sie deine am Grund liegenden Köder ein und spucken Teile davon wieder aus (z.B. die Hanfkörner). Das ist auch ganz logisch, denn ihre natürliche Nahrung finden die Schleien oft im Grund (gründeln) und müssen sie im Maul von den nicht fressbaren Bestandteilen trennen.

Wenn die Schleie also bereits mehrere deiner am Grund liegenden Köder eingesaugt hat, dann bekommt sie ein gewisses „Gefühl“ für diese. Hast du nun in einem deiner Köder einen stabilen Haken verborgen, kommt ihr das ziemlich seltsam vor und sie wird den Köder ausspucken noch bevor du anschlagen kannst.

Deshalb besteht eine Möglichkeit beim Schleien angeln darin, den Köder am Haar anzubieten. Selbst mehrere Würmer kannst du zu einem Bündel knoten und mit einer kleinen Schnur am Hakenbogen festbinden. Beim Feederfischen wir diese Anköderung meist noch mit einer Selbsthakmontage kombiniert, so dass das Problem des Anhiebs auf diese Weise gelöst ist.

Wenn du die Wahl zwischen mehreren Wurmarten hast, dann nimm nicht unbedingt die im Handel erhältlichen Dendrobenas. Mistwürmer und so genannte Gelbschwänze sondern einen stärkeren Geruch ab, den Schleien mögen. Ich habe als Jugendlicher oft bei einem Bauern aus unserem Dorf auf dem Misthaufen Würmer gesucht, die gute Schleien gebracht haben.

Um das Gewichtsproblem des Hakens zu lösen, solltest du zusätzliche Auftriebskörper am Haken verwenden. Das können kleine schwimmende Kunststoffstücke sein, die dem Hakenköder ähneln, oder künstliche Maden oder Mückenlarven mit Auftrieb. Im Angelladen gibt es die verschieden farbigen Schaumstoff-Aufwickler für Angelhaken, aus denen du selbst Auftriebskörper schnitzen kannst.

Wenn dir das Kunststoffzeug nicht recht ist, dann verwende Pop-Up-Köder. Diese schwimmenden Hakenköder gibt es in vielen Größen, Farben und Geschmacksrichtungen. Du kannst diese auch in Kombination mit natürlichen Ködern verwenden. Um den anderen Kleinfischen aus dem Weg zu gehen, solltest du alle Hakenködern beim Schleien angeln auch wieder mindestens eine Nummer größer wählen. Wenn gar nichts geht, dann sind kleine Boilies eine gute Alternative. Auch ein Tauwurm ist für Kleinfische oft ein Hindernis, wird aber von der Schleie gern genommen.

Pop-up-Köder und Boilies sind gute Köder für Schleien.
Pop-up-Köder und Boilies sind gute Köder für Schleien, denn sie reduzieren Hakengewicht bzw. werden nicht von Kleinfischen gefressen. [Bildquelle: © René Schulze]

Beim Angeln mit Wurm auf Schleien injizieren manche Angler auch ihren Würmern Luft mit einer kleinen Spritze. Wenn ich mit Maden oder Castern angle, dann verwende ich zu diesem Zwecke oft schwimmende Caster oder schwimmende Maden. Letztere kannst du am Angelplatz selbst herstellen, indem du einige Maden in eine separate Dose packst und sie etwa 0,5 cm mit Wasser übergießt. Die Maden „schlucken“ daraufhin von selbst Luft und werden zu Schwimmern. Die Herstellung von Castern habe ich ausführlich in meinem E-Book zum Kopfrutenangeln beschrieben.

Wie du siehst, musst du beim Anködern kreativ sein. Im optimalen Fall muss dein Hakenköder fast schweben und sich sanft am Gewässerboden hin und her wiegen, so wie es die anderen am Grund liegenden Köder machen. Eine kleine Probe im flachen Uferwasser ist dabei hilfreich.

Fehler 5: Du verwendest die falsche Montage.

Die Verwendung der richtigen Montage ist der letzte Tipp, den ich dir mit auf den Weg zum Schleienangeln geben möchte. Je nachdem, welche Angel du verwenden möchtest (Stipprute, Matchrute, Feederrute usw.), musst du auch deine Montage optimal anpassen. Du findest im Internet viele Artikel mit schönen Abbildungen von Montagen zum Fangen der Schleie, so dass ich mich hier nur wiederholen würde.

Es gibt allerdings einen Tipp, der bei allen Posen-Montagen wichtig ist bzw. einen Fehler, den viele beim Angeln auf Schleien mit der Pose machen. Dazu muss ich aber noch einmal auf das Fressverhalten der Fische eingehen.

Wenn Schleien deinen Köder von Grund aufnehmen, dann stehen sie mit dem Kopf nach unten und wedeln mit ihren Flossen. Das verursacht auch oft den typischen Schleien-Biss, bei dem die Pose leicht zuckt und umher tänzelt. Wasserbewegungen und der Körper der Schleie, der dabei deine Schnur berührt, lösen diese Scheinbisse aus.

Hat nun die Schleie ein paar Köder eingesaugt (z.B. Hanfkörner, Mais und Schlamm), dann stellt sie sich oft waagerecht und spuckt alles aus, was sie nicht schlucken möchte. Wenn dann ein Bulk deiner Bebleiung vor ihrer Nase schwebt und sie sich daran stößt, dann kann das schon die Ursache einer Flucht sein.

Deshalb verwende ich beim Schleien angeln mit der Pose Montagen, bei der ich die Bebleiung nicht wie allgemein üblich anordne. Im Prinzip schiebe ich dabei fast alle Bleie nach oben unter die Pose und belasse nur die unbedingt notwendigen Bleie in Grundnähe oder darauf.

Wenn ich mit der Rollenrute und einer Pose mit langer Antenne angle, dann lasse ich nur ein kleines Blei unten, um Hebebisse zu erkennen. Wenn mein Hakenköder zu viel Auftrieb hat, dann habe ich noch ein Miniblei auf dem Vorfach. Das liegt so weit vom Haken entfernt, wie der Köder vom Grund entfernt schweben soll. Mit der Kopfrute angle ich mit sehr leichten Posen an meinen Montagen, so dass ich auch kaum Blei in Hakennähe brauche.

Also versuche so viel Blei wie möglich in unmittelbarer Grundnähe zu vermeiden. Beim Schleien angeln in Ufernähe könntest du sogar versuchen, ganz auf ein Blei im unteren Bereich deiner Montagen zu verzichten.

Ich hoffe, ich konnte dir das Angeln auf Schleien mit diesem Beitrag ein wenig näher bringen und dir einige nützliche Tipps geben.

Falls du weitere Tipps zum angeln haben möchtest, dann trage dich gerne in meinen Newsletter ein. Etwa alle 4 Tage bekommst du dann Tipps und Tricks in dein Mail-Postfach.

Alle wichtigen Infos aus diesem Artikel kannst du hier wieder kostenlos downloaden:

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren und ein paar schöne Schleien. Auch konstruktive Kommentare sind für alle Leser eine willkommene Zugabe.

René Schulze

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