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Die große Röder in Sachsen bietet alles, was das Stipperherz begehrt. [Bildquelle: © René Schulze]

Stippen im flachen Fluss

Stippen im flachen Fluss

Das Stippen im flachen Fluss gehört zu den abwechslungsreichsten Methoden der feinen Friedfisch-Angelei überhaupt. Kaum ein Gewässertyp kann ein derart vielfältiges Spektrum an Fischarten aufweisen. Allein diese Tatsache macht das Angeln so spannend, aber gleichzeitig auch so schwierig. Ich zeige dir, wie auch du im flachen Fluss mit der Kopfrute erfolgreich bist und so manche Überraschung erleben kannst.

Die Größe Röder – ein flacher Fluss im Herzen Sachsens

Ich habe bisher 7 mal an der Größen Röder bei Walda Kleinthiemig gestippt. An jedem einzelnen Angeltag war ich aufs Neue überrascht, wie viele Fischarten dieses Flüsschen bietet. Mit einer Breite von etwa 15 m und meist weniger als 1 m Tiefe ist es ein Idealgewässer für Kopfrutenangler.

Zehn verschiedene Fischarten konnte ich beim Stippen in diesem flachen Fluss schon erbeuten. Zwei weitere habe ich bei anderen Anglern gesehen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Größe oder Tiefe eines Gewässers nicht immer auf die Größe der Fische schließen lässt.

Ein Anglerfreund hatte vor gar nicht langer Zeit unmittelbar neben mir einen gewaltigen Fisch an der Stippe. Nach langem und aufregendem Drill am 10er Vorfach wurde das Ungetüm langsam sichtbar. Es war ein Brassen von mehr als 3 kg! Einen Fisch dieser Größe hätte ich in diesem flachen Fluss niemals erwartet.

Wie du auf dem Eingangsbild erahnen kannst, wurde die Große Röder in der Vergangenheit begradigt, was die Beangelbarkeit erheblich vereinfacht. Durch zahlreiche Teichrosenfelder hat das Flüsschen aber durchaus noch einen erheblichen landschaftlichen Reiz.

In den folgenden Ausführungen habe ich einen dieser 7 Angeltage, der mit einer kleinen Überraschung endete, für dich noch einmal aufleben lassen. Begleite mich also durch diesen Tag und ich zeige dir, worauf du beim Angeln im flachen Fluss achten solltest.

Die Ausrüstung zum Stippen im flachen Fluss

Die beste Möglichkeit, nahezu allen vorhandenen Friedfischarten nachzustellen, besteht in der Verwendung der 13 m Kopfrute. Du kannst deinen Köder damit nahezu überall anbieten und die Strömung für dich nutzen.

Auf Grund der langsamen Fließgeschwindigkeit und der geringen Tiefe reichen Montagen von 1 – 3 g Tragkraft völlig aus. Ovale oder tropfenförmige Posen lassen sich sehr gut führen. Je nach Zielfischart solltest du die Bebleiung ein wenig verändern können:

Große Friedfische am Grund: Tropfenbebleiung mit Hauptblei in der unteren Hälfte und 1 – 2 Bissschroten.

Kleine Friedfische am Grund oder im Mittelwasser: Schrotkette mit verschiebbaren Schroten.

Ein konkretes Beispiel der Bebleiung beschreibe ich weiter unten.

Weil die Bisse im Fließgewässer im allgemeinen weniger vorsichtig erfolgen, kannst du deine Schnurstärke ruhig um 0,02 mm stärker wählen als im Stillwasser. Auch das Vorfach sollte einen Mindestdurchmesser von 0,10 mm haben. Auf diese Weise bist du in der Lage, die Flucht stärker Fische in die Teichrosenfelder besser abzuwehren. Hakengrößen von 16 bis 20 lassen dir die Option auf viele verschiedene Fischarten offen.

Deine Gummizüge solltest du an deine Schnurstärken anpassen. Mittlere Stärken um die 1,2 mm bis 1,6 mm sind je nach Zielfischart beim Stippen im flachen Fluss völlig ausreichend.

Wie du siehst, ist die Auswahl des richtigen Angelgeräts recht simpel. Entscheidend für den Erfolg ist im Gegensatz dazu die richtige Futter- und Köderwahl sowie die konkrete Angeltaktik.

Futter und Köder zum Stippen im flachen Fluss

Die Futtermenge und -beschaffenheit sowie die Art der Köder richtet sich in erster Linie danach, ob du alleine oder mit mehreren Anglern am Flüsschen sitzt.

Angelst du alleine an einer Stelle, die an den Tagen zuvor wenig beangelt wurde, dann ist es einfach. Wähle für diesen Fall ein leichtes Fließwasserfutter sowie 2 – 3 verschiedene Köder (z.B. Maden, Caster, Würmer). Fänge von mehreren Kilogramm sowie einzelner größerer Exemplare sollten zumindest in der warmen Jahreszeit die Regel sein.

Im Folgenden werde ich dir den schwierigen Fall schildern. Bedenke immer, dass es sich um einen flachen und schmalen Fluss handelt. Folgende Faktoren werden mit Sicherheit das Beißverhalten drastisch senken:

  • Mehrere nebeneinander sitzende Angler,
  • hoher Angeldruck durch Befischung an mehreren aufeinander folgenden Tagen,
  • größere Futter- und Ködermengen, die unmittelbar vorher ins Gewässer eingebracht wurden.

Besonders die größeren Fische werden empfindlich auf diese Faktoren reagieren. Folgende Futter- und Köder-Taktik führte bei mir in der Vergangenheit unter diesen erschwerten Bedingungen regelmäßig zum Erfolg.

Futter

Es war ein sehr heißer Tag und der Wasserstand war auf Grund wochenlanger Trockenheit niedriger als der durchschnittliche Pegel. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, mindestens einen großen Friedfisch zu fangen. In die engere Wahl kamen dabei Brassen, Döbel, Schleien sowie große Rotaugen.

Mein Futter wählte ich so aus, dass ich möglichst alle 4 Zielfische damit anlocken kann. Meine Wahl fiel auf folgende Sorten, die ich noch vorrätig hatte:

Grundfuttermischung fuer das Stippen im flachen Fluss
Ein Allround-Fließwasserfutter sowie eine Weißfischmischung bildeten die Grundlage für mein Grundfutter. [Bildquelle: © René Schulze]

Eine zusätzliche Beigabe von gequetschtem Hanf sowie schwarzer Farbe komplettierte meinen Futterplan. Besonders die Abdunklung war mir wichtig, denn der Untergrund der Großen Röder besteht aus schwarzem Schlamm. Das Futter sollte so natürlich wie möglich wirken.

Aus diesem Grunde verzichtete ich auch auf die zusätzliche Beigabe von Lockstoffen. Ich setzte statt dessen auf die natürliche Lockwirkung des Hanfes.

Trockenfutter-Mix fuer den flachen Fluss
Diese Zutaten ergaben eine natürlich gefärbte Grundfuttermischung, die alle meine Zielfische ansprechen sollte. [Bildquelle: © René Schulze]

Der gequetschte Hanf sollte in der Regel maximal 15 % einer jeden Futtermischung ausmachen. Wegen seines hohem Ölgehaltes sorgt er für ein schnelleres Aufbrechen der Futterbälle. Um dem entgegen zu wirken, gab ich noch etwa 25 % schweren Lehm zur Grundfuttermischung hinzu.

fertig angefeuchtetes Grundfutter
Mein fertig angefeuchtetes Grundfutter. [Bildquelle: © René Schulze]

Köder

Zusätzlich zu den oben bereits genannten Ködern erweiterte ich meine Palette wie folgt:

  • Maden
  • Caster
  • Würmer
  • Pinkies
  • tote Pinkies
  • kleine Mückenlarven (Joker)
  • große Mückenlarven (Jumbos)

Wenn du privat angeln gehst, dann brauchst du nicht unbedingt Mückenlarven. Unter schwierigen Bedingungen sind sie jedoch oft die einzige „Rettung“, denn die Fische kennen sie als natürlich vorkommende Nahrung. Wenn damit nichts geht, dann kannst du getrost nach Hause fahren.

Wie ich bereits mehrfach in meinen Blog-Beiträgen betont habe, sind tote Maden oder Pinkies den lebenden oft im Vorteil. Im Futter solltest du fast immer tote Maden oder Pinkies verwenden. Die Korda Krusha leistet dabei wertvolle Dienste.

Meine Futterpalette für schwierige Tage
Meine Futterpalette für schwierige Tage. [Bildquelle: © René Schulze]

Merke dir bezüglich der Köder folgende Regel:

Je schwieriger die Bedingungen sind, desto größer sollte dein Vorrat an verschiedenen Ködern sein.

Häufiger Köderwechsel ist oft deine einzige Chance, vorsichtige Fische an den Haken zu bekommen.

Meine Erfolgstaktik

Die richtigen Futterstellen

Beim Stippen im flachen Fluss muss du besonders darauf achten, dass du deine Futterstellen richtig auswählst und anlegst. Dazu hatte ich folgenden Plan:

Meine Futterstellen beim Stippen im flachen Fluss
Meine Futterstellen beim Stippen im flachen Fluss. [Bildquelle: © René Schulze]

Die erste Futterstelle legte ich unmittelbar am Teichrosenfeld an. Es war anzunehmen, dass sich viele Fische in diesen Pflanzenbereichen aufhalten, wenn Trubel am Wasser ist und sie Gefahr wittern.

An dieser Stelle sollte eine 2-g-Montage für größere Fische sowie eine leichte 1-g-Montage zum Einsatz kommen.

Der zweite Aufenthaltsort der Flossenträger war unter diesen Bedingungen sicher die gegenüberliegende Uferregion. Auf Grund der geringen Flussbreite konnten die Fische keinen weiter entfernten Ort aufsuchen. Eine 13 m Kopfrute war dabei Gold wert.

An dieser Futterstelle kam eine zweite 2-g-Montage zum Einsatz.

Die Startfütterung

An dieser Stelle möchte ich dir die zweite wichtige Regel des Tages mit auf den Weg geben:

Füttere nur wenig an, wenn die Fische vorsichtig sind.

Wenn du deine Futterstellen überfrachtest, kannst du ebenfalls einpacken. Im Fluss hast du zumindest noch die Chance, dass zu viele Köder durch die Strömung mit der Zeit weggetragen werden. Im stehenden Gewässer ist nach einem solchen Fehler oft Feierabend.

Zur Startfütterung stellte ich zunächst meine Futterbälle für die Großfische her:

wenige Koeder im Futter
Eine nur sparsame Zugabe an Ködern zum Futter ist unter schwierigen Bedingungen sehr wichtig. [Bildquelle: © René Schulze]

Zusätzlich zu diesen Futterbällen formte ich noch je eine Kugel für jede Futterstelle aus purer Maulwurfserde und Jokern. Joker sterben im Grundfutter wegen des Salzgehaltes recht schnell ab und verlieren einen Teil ihrer Attraktivität.

Zwei feste Futterbälle sowie die Erde-Joker-Kugel brachte ich mit dem Polecup auf der 13 m-Bahn ein, die lockeren Bälle plus Erde-Kugel neben den Teichrosen.

Futterbaelle fuer die Startfuetterung
Die Futterbälle für die Startfütterung. [Bildquelle: © René Schulze]

Beim Loten stellte ich fest, dass der Untergrund neben den Teichrosen viel weicher und schlammiger war als am gegenüberliegenden Ufer. Die lockeren Futterbälle sollten sich nach dem Einwurf wie ein kleiner Teppich auf den Schlamm legen.

Ein letzter Cup loses Futter sollte nach dem Einbringen leicht abtreiben und die Fische schneller auf die Futterstellen aufmerksam machen. Ein wenig loser Dosenhanf komplettierte die Startfütterung.

Die ersten Fische beim Stippen im flachen Fluss

Unter schwierigen Bedingungen beginne ich fast immer mit einer schweren Montage auf dem Großfischplatz. Die Chance auf einen Bonusfisch oder Standfisch, wie viele sagen, ist in den ersten 5 Minuten am größten.

Leider tat sich an diesem Tage diesbezüglich nichts und ich wechselte auf die kurze Spur. Dort bekam ich gleich gute Bisse und fing mehrere Rotfedern.

Rotfeder aus dem Teichrosenfeld
Besonders neben See- und Teichrosenfeldern sind Rotfedern oft die zuerst gefangenen Fische. [Bildquelle: © René Schulze]

Als eine kleine Beißpause einsetzte, fütterte ich in kleines Bällchen mit toten Pinkis und Castern nach und wechselte wieder auf die lange Bahn. Dort fing ich einen kleinen Gründling, bekam aber zunehmend Schwierigkeiten wegen des immer stärker aufkommenden Windes. Als ich meine Kopfrute kaum noch halten konnte und meine Montage regelmäßig zur Seite gerissen wurde, angelte ich wieder am Teichrosenfeld.

Hier konnte ich sofort ein Rotauge überlisten, danach ebbten die Bisse wieder ab.

Rotauge nahm einen einzelnen Pinky
Ein Rotauge nahm einen einzelnen Pinky am Teichrosenfeld. [Bildquelle: © René Schulze]

Ich angelte zunächst nur mit einem einzelnen Pinky, einer einzelnen Made oder einem Caster. Diese halten länger am Haken als eine Mückenlarve und waren zunächst meine erste Wahl.

Hin und wieder fing ich jetzt auch einen Gründling oder einen kleinen Ukelei, aber von einem Rhythmus war ich weit entfernt.

Taktikänderung beim Stippen im flachen Fluss

Beim Angeln unter diesen Bedingungen habe ich mit bescheidenem Beißverhalten gerechnet. Du wirst dich jetzt sicher wundern, warum ich noch keinen Jumbo als Hakenköder verwendet habe.

Generell fängst du mit Mückenlarven die meisten Fische, die besseren allerdings mit Maden, Pinkies oder Castern. Und mein Ziel war nach wie vor, einen großen Friedfisch zu fangen.

Trotzdem war es nun an der Zeit, die Jumbos ins Spiel zu bringen. Durch die heißen Temperaturen von mittlerweile weit über 30 °C hatten nicht alle Larven überlebt und ich musste das Wasser regelmäßig wechseln. Innerhalb von einer halben Stunde war das Wasser in meinem schwarzen Mückenbehälter fast so warm wie in einem Thermalbad.

Ich begann mit einem einzelnen Jumbo am 18er Haken. Die 1-g-Montage war bündig zum Grund eingestellt. Der Biss kam sofort und brachte einen Gründling. Nächster Einwurf, gleiches Ergebnis.

Es schien, als hätten die kleinen Bodenwühler nur auf ihre Lieblingsspeise gewartet. Mir wurde sofort wieder bewusst, wie wichtig verschiedene Köder sind und welch Unterschied ein Wechsel brachte.

Gruendling aud dem flachen Fluss
Nachdem ich Jumbos als Hakenköder verwendete, bissen die Gründlinge am laufenden Band. [Bildquelle: © René Schulze]

Vermeiden von Fehlbissen beim Stippen

Die berüchtigten vielen Fehlbisse, die mir im Vorfeld meine Angelkameraden prophezeiten, blieben aus. Von 5 Bissen konnte ich etwa 4 verwerten. Grund dafür war meine etwas unübliche Anköderungsvariante der großen Mückenlarven.

Dabei wird dir meist empfohlen, die Mückenlarve im dunkel gefärbten Kopf einzuhaken. Das mag bei größeren Fischen auch gut funktionieren. Bei kleinen hingegen hake ich meinen Jumbo immer in der Mitte ein. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass mein Haken auch im Maul landet.

in der Mitte gehakte Mueckenlarve
Hake beim Fang von Kleinfischen deine große Mückenlarve in der Mitte ein, um Fehlbisse zu vermeiden. [Bildquelle: © René Schulze]

Nach und nach mischten sich unter die Gründlinge auch einzelne Rotfedern und Ukeleis. Letztere konnte ich meist schon vorher am Biss identifizieren:

leichter Hebebiss
Ukeleis nahmen den Köder bereits vor dem Auftreffen auf den Grund und erzeugten Hebebisse. [Bildquelle: © René Schulze]
abgetauchte Pose
Obwohl der Hakenköder bündig am Grund lag, zogen die Gründlinge die Pose deutlich nach unten. [Bildquelle: © René Schulze]

Um die Bisserkennung zu erleichtern, schob ich meine Bleischrote zu einer Zwei-Punkt-Bebleiung zusammen. Ein kleiner Bulk nahe der Pose sorgte für ein schnelles Aufrichten derselben. Ein weiterer Bulk nahe der Vorfachs brachte den Köder möglichst schnell nach unten.

Nachdem ich mindestens zwei Dutzend dieser Kleinfische gefangen hatte und dabei immer noch hoffte, dass sich ein großer Fisch auf dem Platz einstellt, hatte ich vorerst genug. Ich hatte meinen Zielfisch noch immer nicht gefangen, wollte aber auch nicht aufgeben.

Während der gesamten letzten Stunde hatte ich den Kleinfischplatz mit keinen weiteren Ködern versorgt. Das Nachfüttern ist nämlich ein heikles Thema, welches ich in meinen Newslettern genauer unter die Lupe nehme.

Die 13-m-Bahn hingegen hatte ich nicht vergessen und etwa alle 20 Minuten während einer weniger windstarken Phase mit einem Futterball versorgt. Diese Stelle schien mir nach der Erfahrung mit den vielen Kleinfischen auf der kurzen Bahn noch einen Großfischversuch wert zu sein.

Das regelmäßige Nachfüttern im Fließgewässer darfst du nicht vergessen. Beim Nachfüttern verwendete ich auch nur Futter mit Castern und toten Pinkies. Mücken waren tabu, denn ich brauchte keinen weiteren Kleinfischsalat.

Das Beste kommt zum Schluss

Gegen Ende meines Angeltages ließ der etwas nachlassende Wind doch noch einen Wechsel auf die lange Bahn zu. Ich hängte eine einzelne Made an den Haken und ließ die Montage mehrere Male etwas verzögert durchtreiben. Ein Festhalten war bei diesen Verhältnissen immer noch nicht möglich.

Bei jedem 5. Durchtrieb hatte ich einen Biss, von dem ich jeden zweiten verwandeln konnte. Fast jedes Mal war es ein Gründling, manchmal eine Rotfeder.

Wo waren die großen Fische? Ich wollte mich mit dem Gedanken nicht abfinden, umsonst geschwitzt zu haben. Ich dachte an die Brassen, die ich in diesem Fluss beim Stippen schon gefangen hatte.

Die Pose tauchte wieder ab, wie sie es zuvor schon mehrere Male getan hatte. Der Unterschied war nur, dass ich dieses Mal meinen Gummi zu sehen bekam. Nanu? Was ist denn das? In mehreren heftigen Fluchte wehrte sich nun ein deutlich größerer Fisch an meiner Kopfrute.

Bis kurz vor dem Keschern war ich mir nicht hundertprozentig sicher. Für einen Brassen waren die Fluchtbewegungen zu hektisch, für einen Dübel oder ein großes Rotauge zu langsam. Blieb nur noch mein 4. Zielfisch – die Schleie.

Meine Vermutung bestätige sich und kurze Zeit später hielt ich einen meiner Lieblingsfische in den Händen.

schleie aus dem flachen Fluss
Diese schöne Schleie war die Belohnung für meine Beharrlichkeit. [Bildquelle: © René Schulze]

Resumé zum Stippen im flachen Fluss

Am Ende hatte die Hitzeschlacht doch noch zum Erfolg geführt. Ich freute mich, dass ich nicht vorzeitig aufgegeben hatte und meine Taktik beibehalten hatte. Es gibt Tage, an denen es nicht so funktioniert, denn Naturgewässer sind unberechenbar.

Mein Zielfisch war gefangen und ich konnte wieder ein kleines Kapitel in meinem geistigen Erfahrungsschatz mit diesen schönen Fischen hinzufügen.

Wenn auch du etwas mehr über den Fang von Schleien wissen möchtest, dann schau dir gerne meine diesbezüglichen Beiträge an.

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Ach, ehe ich es vergesse. Die 10 Fischarten, die ich bisher in der Großen Röder gefangen habe, waren:

  • Barsch
  • Brassen
  • Döbel
  • Giebel
  • Gründling
  • Kaulbarsch
  • Rotaugen
  • Rotfedern
  • Schleie
  • Ukelei

Durch Klick auf den folgenden Button kannst du noch einmal eine Zusammenfassung des Berichtes kostenlos downloaden:

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Stippen im flachen Fluss in deiner Nähe oder vielleicht auch an der großen Röder.

René Schulze

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